Neue Formate im neuen Modus

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LMU

CAS-NEWSLETTER
Wintersemester 2020/2021

Editorial

CAS im neuen Modus

Gut gerüstet geht das CAS in ein Wintersemester, das erneut unter den veränderten Vorzeichen steht, die sich durch die Pandemie ergeben haben. Mit digitalen Formaten gewähren wir Einblicke in die Arbeit unserer Gruppen, die online und vielfältig unterstützt durch Fellows ihre Kooperationen fortgesetzt oder aufgenommen haben. Darüber hinaus haben wir mit der Einrichtung eines Blogs die Möglichkeit geschaffen, Ergebnisse aus den CAS-Schwerpunkten und CAS Research Groups festzuhalten, auf aktuelle Ereignisse zu reagieren und nicht zuletzt, trotz aller Widrigkeiten, den offenen akademischen Diskurs mit unseren Fellows aufrecht zu erhalten.

CAS-Blog

CAS im blogformat

Herausgefordert durch Covid-19 haben wir ein lang gehegtes Projekt in die Tat umsetzen können: interessante Beiträge aus den Arbeits-Gruppen und von Gästen im Haus durch die Publikation in einem Blog zu sichern. Anders als Fachpublikationen ermöglicht es der Blog, mit kurzem Vorlauf Diskussionsbeiträge, kleine, thesenstarke Texte, ebenso wie aktuelle politische Artikel aufzunehmen. Der Blog versammelt Beiträge zu verschiedenen Themenfeldern, die am CAS behandelt werden. Folgende Rubriken machen den Anfang: All About Art, Global Worlds und, derzeit besonders wichtig, Corresponding Fellows.


Der CAS-Blog startet am 12. November auf blog.cas.lmu.de

Schwerpunkte

Sichere bank

Die Idee, in CAS-Schwerpunkten zuallererst Forschung an der LMU interdisziplinär zu vernetzen, erwies sich als überaus krisenfest. Die Gruppen konnten ihre Arbeit fortsetzen und mangels Mobilität sogar intensivieren. Mit "Materiality. Museology. Knowledge" um die Archäologin Ruth Bielfeldt und den Ethnologen Philipp Schorch sowie "CRISPR/Cas" mit Eckhard Wolf als Sprecher aus der Veterinärmedizin konnten zwei neue Gruppen vorbereitet werden. Die Besonderheit der erstgenannten Gruppe liegt in einem engen Austausch mit Münchener Museen, wie der Pinakothek der Moderne, dem Museum Fünf Kontinente und Biotopia. Der Schwerpunkt "CRISPR/Cas" zum Genome Editing reflektiert die Folgen dieser revolutionären Technik in Naturwissenschaften und Medizin und darüber hinaus deren gesellschaftliche Bedeutung.

Zur Übersicht über alle CAS-Schwerpunkte.

Vortragsreihe

cutting edge

Aktuelle und brisante Themen aus den CAS-Schwerpunkten stehen im Mittelpunkt der Vortragsreihe: Sie reichen von den Herausforderungen und Chancen der Global-Health-Forschung, über die Revolutionierung des Genome Editing bis hin zu neuen Konzepten der Globalgeschichte. Referent/innen sind u.a. Alison Abbott (Nature), Burcu Dogramaci (LMU), Joël Glasman (Bayreuth), Elke Hertig (Augsburg), Simone M. Müller (LMU), Christoph Klein (LMU), Dominik Paquet (LMU), Eva A. Rehfuess (LMU), Silke Robatzek (LMU), Roland Wenzlhuemer (LMU) und Michael Zürn (WZB Berlin).

Zur Übersicht aller Veranstaltungen im Wintersemester.

Research Groups

Im wandel

Monika Betzler und Tobias Kretschmer sind Sprecher der beiden neuen Research Groups am CAS. 

Nahbeziehungen wie Freundschaft, Partnerschaft und Familie sind von besonderer Bedeutung und tragen sinnstiftenden Charakter für das Leben. Allerdings sind sie auch Orte des Konflikts und divergierender normativer Erwartungen. Die Gruppe um die Philosophin Monika Betzler widmet sich Nahbeziehungen im Wandel, wie etwa Scheidung und Adoleszenz, und beschäftigt sich mit deren moralphilosophischen Implikationen.

Digitale Plattformen (z.B. amazon oder google) sind eine relativ junge Spielart von Märkten und sie werden immer wichtiger für lokale wie globale Wirtschaftssysteme. Tobias Kretschmer (BWL) ist Spezialist auf diesem Forschungsgebiet und arbeitet in seinem CAS-Jahr u.a. zusammen mit Anil R. Doshi (UCL), Johanna Glauber (IE University Madrid), Aija Leiponen (Cornell), Brian S. Silverman (University of Toronto) und Gurneeta Vasudeva Singh (University of Minnesota).

Junior Researcher

Vogelperspektiven

4 LMU-Postdocs arbeiten in diesem Semester am CAS.
  • Niklas Barth (Soziologie) untersucht Takt oder Taktgefühl als Kommunikationstechnik in der professionalisierten Sterbebegleitung.
  • Heinrich R. Liesefeld (Psychologie) beschäftigt sich mit den Grenzen visueller Informationsverarbeitung beim Menschen, und hier insbesondere mit den Themen Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis.
  • Rush T. Stewart (Philosophie) nutzt Algorithmen, um demokratische Entscheidungen und ihre sozialen und politischen Konsequenzen zu verstehen.
  • Johanna Zorn (Theaterwissenschaft) widmet sich künstlerischen Praktiken, die auf der paradoxen Konstruktion einer Deckungsgleichheit von Kunst und Welt basieren.

Kunst am CAS

kopffüssler

Das Franz Marc Museum in Kochel zeigt im Wintersemester aus seinen reichen Beständen Werke des Künstlers Horst Antes am CAS. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die inzwischen ikonographische Figur des Kopffüßlers, die die Kuratorin, Felicia F. Leu, und der Direktor des CAS, Christof Rapp, bei der Vernissage näher in den Blick nehmen werden.


29. Oktober 2020, 18.30 Uhr
Vernissage im Livestream: Horst Antes - Kopffüssler

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